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Marketing für Praxen und MVZ: Sichtbar werden, ohne marktschreierisch zu sein

Lange galt in vielen Praxen: Werbung haben wir nicht nötig, das Wartezimmer ist voll. Das stimmt oft immer noch. Und trotzdem hat sich etwas verschoben. Die Konkurrenz um Patientinnen und Patienten ist in vielen Fachrichtungen gewachsen, Zuweiser wollen gepflegt werden, und die größte Baustelle liegt woanders: beim Personal. Wer heute eine MFA, eine OP-Fachkraft oder eine Ärztin sucht, merkt schnell, dass nicht die Praxis aussucht, sondern die Bewerberin.

Marketing im Gesundheitswesen ist deshalb kein Luxus mehr. Es ist aber auch kein Marketing wie für einen Online-Shop. Es braucht beides: das Handwerk der Kommunikation und das Verständnis dafür, wie eine Praxis, ein MVZ oder eine Praxisklinik tickt. Genau an dieser Stelle arbeiten XSEL und IFBIG zusammen.

Drei Zielgruppen, drei Botschaften

Eine Praxis spricht nicht mit „der Öffentlichkeit“. Sie spricht mit drei sehr unterschiedlichen Gruppen:

  • Patientinnen und Patienten wollen wissen, ob sie hier gut aufgehoben sind. Sie suchen Orientierung: Welche Leistungen gibt es, wie komme ich an einen Termin, wer behandelt mich?
  • Zuweiser wollen sich darauf verlassen können, dass ihre Patienten gut versorgt und sie selbst gut informiert werden. Für sie zählen Erreichbarkeit, Rückmeldung und ein klares fachliches Profil.
  • Bewerberinnen und Bewerber wollen spüren, wie es ist, dort zu arbeiten. Sie achten auf Ton, Team und Atmosphäre, oft mehr als auf das Gehalt.

Wer alle drei mit derselben Botschaft anspricht, erreicht keinen richtig. Am Anfang steht deshalb die Frage: Wen wollen wir eigentlich erreichen, und was soll diese Person über uns denken?

Was erlaubt ist und was nicht

Ärztinnen und Ärzte dürfen sachlich über ihre Tätigkeit informieren. Berufswidrige Werbung ist nach der Berufsordnung untersagt, und das Heilmittelwerbegesetz setzt der Werbung für Behandlungen zusätzliche Grenzen. Für die Praxis heißt das: keine Heilversprechen, keine reißerischen Vorher-nachher-Inszenierungen, keine Vergleiche, die andere herabsetzen.

Das klingt nach Einschränkung, ist aber eine Chance. Denn das Gegenteil von marktschreierisch ist nicht langweilig, sondern glaubwürdig. Eine klare Website, ehrliche Fotos aus der eigenen Praxis, verständliche Erklärungen zu Leistungen und ein freundlicher Ton schaffen mehr Vertrauen als jede Kampagne. Im Zweifel gehört ein Blick auf die konkreten Formulierungen dazu, und bei heiklen Fragen der Rat einer Fachanwältin oder eines Fachanwalts für Medizinrecht.

Wo man anfängt

Nicht mit Social Media. Sondern mit den Grundlagen, die oft erstaunlich viel bewirken:

  1. Die Website. Sie ist für alle drei Zielgruppen die erste Anlaufstelle. Sie muss auf dem Handy funktionieren, Leistungen verständlich erklären, den Weg zum Termin kurz machen und einen eigenen Bereich für Bewerber haben.
  2. Das Google-Unternehmensprofil. Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos, Antworten auf Bewertungen: Hier entscheidet sich für viele Patienten, ob sie anrufen.
  3. Die Arbeitgebermarke. Warum sollte jemand bei Ihnen arbeiten und nicht bei der Praxis zwei Straßen weiter? Wer darauf eine ehrliche Antwort hat, schreibt bessere Stellenanzeigen und bekommt passendere Bewerbungen.
  4. Die Zuweiserkommunikation. Ein klares Leistungsprofil, ein direkter Draht und verlässliche Arztbriefe sind Marketing, auch wenn es niemand so nennt.
  5. Die interne Kommunikation. Das Team ist der beste oder der schlechteste Botschafter einer Praxis. Was intern nicht stimmt, kann keine Anzeige reparieren.

Ein Partner, zwei Blickwinkel

XSEL macht seit 2001 Marketing für Unternehmen, die etwas bewegen wollen. IFBIG berät seit 2012 Praxen, MVZ, Praxiskliniken und Verbände in Führung, Organisation, Personal und Positionierung. Zusammen bringen wir mit, was im Gesundheitswesen selten zusammenkommt: das Wissen, wie eine Praxis wirtschaftlich und organisatorisch funktioniert, und das Handwerk, sie sichtbar zu machen.

Wer erst einmal selbst prüfen möchte, wo die eigene Praxis steht, findet bei IFBIG kostenlose Praxis-Tools, zum Beispiel den Arbeitgebermarke-Check oder den Stellenanzeigen-Generator. Und wer lieber gleich spricht: Wir freuen uns auf Ihren Anruf.


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