Als XSEL 2001 gegründet wurde, hatten viele mittelständische Unternehmen noch keine eigene Website. Wer eine hatte, nannte sie „Homepage“, und sie wurde selten gepflegt. Werbung hieß Anzeige, Prospekt, Plakat. Social Media gab es nicht, Smartphones auch nicht, und eine Suchmaschine war etwas für Technikbegeisterte.
Fünfundzwanzig Jahre später ist das kaum noch vorstellbar. Zum Jubiläum schauen wir in dieser Serie zurück: auf das, was sich verändert hat, auf das, was geblieben ist, und darauf, was wir daraus für die nächsten Jahre lernen.
Was sich geändert hat
Die Kanäle. Aus einer Handvoll Kanäle sind Dutzende geworden. Website, Suchmaschine, Social Media, Newsletter, Bewertungsportale, Messenger, Podcasts, Video. Jeder Kanal hat eigene Regeln, und kaum ein Unternehmen kann alle gleichzeitig gut bespielen.
Das Tempo. Früher plante man eine Kampagne über Monate. Heute erwarten Kunden Antworten in Stunden, und ein Beitrag ist nach einem Tag alt.
Die Messbarkeit. Was früher eine Frage des Bauchgefühls war, lässt sich heute oft in Zahlen ablesen: Wer klickt, wer ruft an, wer kauft. Das ist ein Fortschritt, solange man nicht vergisst, dass sich nicht alles Wichtige messen lässt.
Die Rolle der Kunden. Kunden sind keine Empfänger mehr, sie reden mit. Sie bewerten, empfehlen, kritisieren, öffentlich und für alle sichtbar. Marketing ist dadurch ehrlicher geworden, weil schlechte Erfahrungen sich nicht mehr wegwerben lassen.
Die Werkzeuge. Und gerade jetzt verändert künstliche Intelligenz noch einmal, wie Texte, Bilder und Auswertungen entstehen. Darüber schreiben wir ausführlich in KI im Marketing: Was der Mittelstand jetzt wirklich tun sollte.
Was sich nicht geändert hat
Menschen kaufen von Menschen. Das war 2001 so und ist es heute. Vertrauen entsteht durch Erfahrung, durch Verlässlichkeit, durch das Gefühl, verstanden zu werden. Kein Algorithmus ersetzt das.
Ohne Strategie ist alles nur Lärm. Wer nicht weiß, wofür er steht und wen er erreichen will, wird auf keinem Kanal gehört, egal wie viele es gibt. Die wichtigsten Fragen sind dieselben geblieben: Was, warum, wie, wer, wann?
Gute Ideen fallen auf. Die Flut an Inhalten ist größer geworden. Umso mehr sticht heraus, was überrascht, berührt oder zum Lachen bringt.
Konsequenz schlägt Aktionismus. Eine Marke entsteht nicht durch eine einzelne Kampagne, sondern durch viele kleine Schritte in dieselbe Richtung, über Jahre.
Was wir daraus mitnehmen
Für uns heißt das: Wir probieren neue Werkzeuge und Kanäle gern aus, aber wir verlieren dabei nie die Grundlagen aus dem Blick. Erst denken, dann wirken. Persönlich, verlässlich und mit Herz. Daran hat sich in 25 Jahren nichts geändert, und daran soll sich auch nichts ändern.
In den nächsten Teilen der Serie schauen wir uns einzelne Themen genauer an. Wenn Sie eine Frage haben, die wir dabei aufgreifen sollen, schreiben Sie uns.
